Archiv für die Kategorie ‘coaching’

die theorie U – ein openmind auf der #om11

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Vorbemerkung:

Seit Anfang 2010 beschäftige ich mich mit der Theorie U – theoretisch und vor allem mehr und mehr in der alltäglichen Praxis. Für mich ist es eine absolut zeitgemässe Methode, um wirklich Neues – also keine Reformen!, eher etwas revolutionäres (die Zeit dafür scheint genau die richtige zu sein: Stichwort #occupytogehter) in die Welt zu bringen.

Unser Vortag auf der #om11 war ein weiterer Schritt das Modell nach aussen zu tragen. Hier unsere Erfahrungen:

Nach langer Vorbereitungsphase haben wir unseren Vortrag “Kopfüber in die Zukunft” am 15.10.2011 auf der openmind Konferenz (#om11) präsentiert. Doch bevor das Video losgeht, ist es mir ein Anliegen noch etwas über den vorangegangen Prozess zu schreiben. Die Theorie U als Thema für einen Vortrag zu wählen war ein gewagter Schritt: Einerseits war eine Menge Hintergrundtheorie auf ein Minimum zu reduzieren, andererseits sind die konkreten Erfahrungen im und mit dem U-Prozess, sehr viel wichtiger um zu verstehen, was der Unterschied zu anderen Theorien und Modellen ist.

Wie kann das gelingen?

Im Nachhinein betrachtet würde ich (wir) sagen: “Der Weg war das Ziel”. Wir (Manuela Buschbeck, Michael Wald) haben den U-Prozess während den Vorbereitungen (via Skype, Etherpad usw.) durchlaufen, durchlebt. Uns wurde schnell klar, dass es mindestens eines vollen Workshoptages (besser 2!) bedarf, um die Theorie einerseits (kurz) einzuführen, um dann in Gruppen intensiv durch verschiedene Übungen das “U” erlebbar zu machen. Da wir auf eine Stunde auf der #om11 begrenzt waren, haben wir uns letzten Endes dann doch auf einen Vortrag geeinigt.

Während wir an dem Vortrag gemeinsam gearbeitet haben, sind uns die verschiedenen Ebenen des “U” immer wieder im Tun begegnet. So waren wir häufig im “downloading-Modus”, schafften es aber durchaus gut im “deep dive – Modus” die Welt des Anderen zu verstehen und konnten manchmal im “presencing” erspüren, was es wohl heißt von der Zukunft her zu handeln.

Kurz: Wir waren im gemeinsamen Handlungsprozess, um etwas Neues in die Welt zu bringen. Das ist uns auf ganz persönlicher Ebene sicherlich ansatzweise gelungen. Eine gute Ausgangsbasis, um weiter damit zu experimentieren, wie man die Theorie U – und damit etwas Neues – in die Welt bringen kann. Practice, practice, practice:

Über Anmerkungen, ein tieferes Interesse am “U” und natürlich Feedback würden wir uns sehr freuen. Danke!

Weiter mit dem U ging es dann für mich im Berliner betahaus (wie passend =), mit der web-based Teilnahme am Global Presencing Forum in Boston am 24.- 25.10.2011. Hier geht´s zum Beitrag!

bin ich schon so alt? #101

Mittwoch, 26. Januar 2011

Gestern wurde ich von Andreas Auwärter (Bildung im Dialog) zum Thema “Lebenswerke” interviewt. Bei der Anfrage war ich zunächst etwas verwundert: Bin ich schon so alt, dass ich über Lebenswerke etwas sagen kann?

Was ist überhaupt ein Lebenswerk? Die ganz große Sache, auf die man am Ende eines Lebens zurückblickt, oder sind es die ganz vielen kleinen (Lebens)Werke, die zusammen ein großes Ganzes ergeben?

Für mich persönlich auf jeden Fall letzteres. Ich erkenne mehr und mehr einen roten Faden, der die kleinen Werke verbindet und am Ende ein bewegliches Großes entstehen lässt…

Wir hatten ein sehr interessantes Thema  über 50 Minuten und ich habe mir den Podcast später noch einmal angehört…

Mein Fazit zu Alexander Rausch aka mindlounge:

Es gab Fragen, die haben mich und meine Arbeit (den roten Faden) mehr berührt und ich konnte aus voller innerer Überzeugung darauf eingehen. Dann gab es andere Bereiche, die ich aus meiner Erfahrung zwar reflektieren konnte – wo ich aber deutlich spüren konnte, dass dieses Thema für mich “durch” ist.

Insgesamt war es für mich eine Übung in Sachen die mindlounge zu “medialisieren” und so freue ich mich auf den Februar, denn der wird dann noch das Bild zum Ton bringen.

Ich werde ein Interview zu “mindlounge´s eleven” und meinen #11ideen machen… es gibt noch einiges zu tun – ich tu´s!

Wer Lust hat kann sich den Podcast 101_Bid_Live_Lebenswerke auf Bildung im Dialog anhören.

unternehmenskultur – culture change [part2/x]

Mittwoch, 19. Januar 2011
Vorbemerkung:
Unser erster Beitrag zum Thema endete mit “Wir melden uns wieder!” Hier sind wir wieder. Heute aus einer anderen Perspektive: Ein Change-Prozess braucht Zeit und Ressourcen, um die Entwicklung(en) zu begleiten, zu unterstützen, am Leben zu halten, ins Leben zu bringen. Wie bei einer kleinen Pflanze (…).

In 2011 werden wir in und mit der mindlounge verschiedene Wege gehen: Ein Weg wird sein, für (aus unserer Sicht) sinnvolle  Projekte “Gönner” zu gewinnen, die investieren wollen. Investitionen, wo der Profit nicht in Zinsen ausgezahlt wird, sondern sich durch zufriedene Gesichter auszahlt. Den viel zitierten ROI (return on investment) verstehen wir sehr viel weiter gefasst – Mehrwert schaffen. Menschen für Menschen – mindlounge für Menschen!

Am Freitag werden wir in Berlin beim fundraising2.0 – camp eine Session dazu gestalten: “base_raising – wo fundraising und bedingungsloses Grundeinkommen sich treffen…”

Aber jetzt weiter mit unserem konkreten Projekt. Wir haben in 2010 einiges bewegen können und damit wir in 2011 weiter machen können (vor allem finanziell frei, unabhängig), haben wir das Projekt für einen potentiellen Unterstützer zusammengefasst. Wir hoffen damit auch euch wieder ein paar konkretere Infos geben zu können (siehe auch Anmerkung am Ende des Textes).

culture change [part2/x]: Dialogische (Unternehmens)Kultur in einem kleinen Familienberatungszentrum

Wie es dazu gekommen ist:

Im März 2010 ist eine Leitung, der drei Fachbereiche (Frühförderung, Erziehungsberatung, aufsuchende Jugendhilfe) des Beratungszentrums „weggebrochen“. Da es der Bereich Jugendhilfe war und damit, der für den Verein wirtschaftlich wichtigste Bereich, stand der ca. 40 Mitarbeiter starke gemeinnützige Verein vor großen Problemen, oder besser: Vor einer großen Herausforderung.

Die Herausforderung:
Den Bereich bestmöglich auffangen und gleichzeitig weiter ausbauen – wie soll das gehen, wer kann hier helfen? In einer Krisensitzung mit den anderen Leitungen und dem Geschäftsführer wurden bestimmte Mitarbeiter dazu eingeladen, in denen das Potenzial gesehen werden konnte, diese Herausforderung anzunehmen.

Wir haben zugesagt!

Die Vision, die Idee, die Umsetzung:
Wir haben von Anfang an, der Geschäftsführung und den anderen Leitungen gegenüber, dafür gestanden, dass wir diese Aufgabe nur übernehmen, wenn wir als gleichberechtigte Führungspersonen arbeiten können und neue Wege in der Team-/Unternehmenskultur möglich sind.

Die Grundidee von uns, die aus vielen “gesellschaftsphilosophischen” Gesprächen entstanden ist, war die dialogische Kultur in das Team „hineinzutragen“ (was für mich persönlich sehr viel mit der “2.0-Philosophie” zu tun hat).

Dialogische Kultur
Zu Beginn dachten viele der Mitarbeiter: „Das ist doch nichts Neues, wir machen das doch schon immer.“ Wirklich? Was macht die dialogische Kultur aus?
  1. Begegnungskultur: Wie gestalten wir “Schicksalsgemeinschaft”? Eine Kultur der Begegnung ist eine Kultur zur Anregung der Selbstverwirklichung. (Das “Ich im Wir”)
  2. Kultur der Sachlichkeit: Was kann ich dazu beitragen, dass der Andere sich “selbst überzeugt” von den Sachverhalten? (keine Bevormundung!)
  3. Ideen Kultur: Lassen wir uns von meinungsbehafteten “Tatsachen” überzeugen, oder entwickeln wir unsere eigenen Ideen? Wie finden wir in der Komplextät des Lebens noch (unsere) Orientierung?
  4. Tatkultur: Was trägt jeder Einzelne dazu bei, das Ganze zu tragen, voranzutreiben usw.?

Fazit: Also ist die dialogische Kultur zu Leben doch mehr, als “nur” gemeinsam zu sprechen…

In der (Leitungs)Arbeit:

Kurz zusammengefasst: Unsere Offenheit, unsere Transparenz, unser Vertrauen in die Mitarbeiter und alles, was mit dem Aufbau des Bereiches zusammen hing, hat die anfängliche Skepsis bei Einigen überwinden können und hat sich in gegenseitiges Vertrauen gewandelt. Die Basis von allem! Der Bereich hat sich schnell positiv weiterentwickelt, das Team (welches vorher keines war) wurde zum Team im Sinne der dialogischen Kultur. Langsam, aber stetig.

Was hat das insgesamt ausgelöst?

Die positive Entwicklung im Fachbereich hat uns den Mut gegeben, die dialogische Kultur für das ganze Familienzentrum anzudenken. Die positiven Auswirkungen im Fachbereich als Rückenwind, konnten Fachbereichsleitungen, die Geschäftsführung und der Vorstand nach längerem Austausch “sich selbst davon überzeugen”, dass eine dialogische Kultur als Unternehmenskultur zukünftig ist und außer Vorteilen nichts zu bieten hat. Vorausgesetzt man hat den Mut zu Offenheit, zu Transparenz und kann loslassen – Loslassen von hierarchischen Machtansprüchen!

Wie geht es weiter?
Seit November 2010 haben wir eine Lösung geschaffen, wie das Familienberatungszentrum – alle Mitarbeiter – trotz verschiedener Standorte, unterschiedlicher Fachbereiche immer und aktuell im Dialog sein können (Dies hatte sich als problematisch erwiesen, aufgrund der verschiedenen Standorte und den unterschiedlichen Arbeitsbedingungen):
Das Intranet 2.0, “xxxx im dialog”. (Noch haben wir kein OK für die Namensnennung)
Hier haben alle Fachbereiche, alle Mitarbeiter, der Vorstand, die Verwaltung und die Geschäftsführung den Raum alles Aktuelle online zu stellen und durch die Möglichkeit des Kommentierens, können alle Mitarbeiter immer und von überall aus (Internetanschluss vorausgesetzt) in den Dialog gehen.
Hier können Beschlüsse des Vorstands eingesehen und kommentiert werden, hier kann die Geschäftsleitung neue Ideen präsentieren und sich die Ressourcen aller Mitarbeiter zu Nutze machen, um die “richtigen” Entscheidungen auf den Weg zu bringen.

Kurz: “xxxx im dialog” ermöglicht (zusätzlich) den dialogischen Prozess fortzuführen, zu vertiefen, transparent darzustellen und mit aller Offenheit die Zukunft zu gestalten!

Was kommt jetzt?
Weiter an der Umsetzung der dialogischen Kultur arbeiten: Das Ganze ist als ein Prozess zu verstehen, in den sich jeder Einzelne begibt. Jeder hat hier an verschiedenen Stellen seine ganz individuellen Schwierigkeiten sich auf den (inneren) Prozess einzulassen – Veränderungen zuzulassen.

Vertrauen ist die Basis für alles, was danach entstehen kann…

Dieser Prozess braucht eine Begleitung, die auch sehr gewünscht ist.
Begleitung in Sachen “xxxx im dialog”, also dem Moderieren und dem Heranführen der Mitarbeiter zur aktiven Nutzung des Intranets. Aber auch die persönliche Begleitung verschiedener Personen im Beratungszentrum durch Coaching, durch verschiedene Veranstaltungen, wie einem OpenSpace (der erste hat sehr erfolgreich im Dezember 2010 stattgefunden, Folgeveranstaltung sind von den Mitarbeitern gewünscht), um den Prozess weiterhin in Gang zu halten, damit dieser ab einem bestimmten Punkt sich von alleine (durch den Dialog im Bewusstsein Aller…) fortsetzt.

Vielleicht sogar in ganz neuen Modellen des Zusammarbeitens – Wer weiß?

Anmerkung:
Für uns wird immer deutlicher, dass wir bei einem neuen Projekt SOFORT anfangen werden die Prozesse reflektierend zu bloggen. So im Nachhinein können wir nicht mehr authentisch über das schreiben, was bei den aktuellen Entwicklungen seit März 2010 in uns vorging, im Unternehmen vorgegangen ist.

Wir hoffen aber mit den aktuellen Geschehnissen und unseren Gedanken dazu ein wenig Einblick geben zu können. Was auf jeden Fall passiert ist, dass wir daraus sehr vieles mit in die Zukunft nehmen!

culture change [part3/x] wird folgen…

version 2.1.2010 – das neue jahr in der mindlounge

Samstag, 02. Januar 2010

Wie ich mir meine Wirklichkeit konstruiere: Die Überschrift besteht aus den Zahlen 2.1.2010. Ein Datum, ein schönes Datum. Nicht nur: Von links nach rechts gelesen mag es den heutigen Tag beschreiben. Von rechts nach links gelesen, meine Welt: Ich komme dann immer über die 1 zur 2! Warum mir das wichtig ist? Deswegen:

Das Web 2.0 hat mein Leben verändert. Meine Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren hier gemacht habe, entsprechen genau meinem Gefühl, wie Kommunikation und ein Leben in Gemeinschaft Sinn ergeben. Es geht bei dem 2.0 Gedanken um Teilen. Teilen schafft Mehr-Wert. Es geht um Transparenz, um Offenheit, um Partizipation. Wissen wird zur Verfügung gestellt, einfach so. Der brand eins Titel dazu in der Novemberausgabe: “Wissen ist der erste Rohstoff, der sich bei Gebrauch vermehrt”.

Der 2.0 Gedanke steht für mich für ein neues Paradigma: Weg von der “einen” Wahrheit, die verteidigt werden muss, unabhängig davon, ob sie Probleme zeitgemäß lösen kann, oder nicht. Hin zu einem Netzwerk aus open source, offenen Quellen und dem Nutzen der “Weisheit der Vielen”, um die aktuelle Lebenssituation auf unserer Erde bestmöglich und nachhaltig lösen zu können. Weg vom passiven geschehen lassen (“die da oben werden´s schon richten”, oder “wir können da sowieso nichts ändern”), hin zur Eigenverantwortung und dem Wissen, dass es um unsere Welt geht und wir gemeinsam an einer Gestaltung der selbigen mitwirken… Offenheit und Transparenz, Teilen und Mehr-Wert schaffen.

Zurück zur Version 2.1.2010: Die Version der beta.mindlounge. Beta bedeutet vorläufig, Veränderung erwünscht! Die ganze Faszination meiner Reise durch das Mitmach-Internet war immer begleitet von: Hier passiert genau das, was ich in meiner Idee der mindlounge schon immer in mir trage. Nur wie umsetzen? Das ist so viel! Ich habe zwei Jahre benötigt, um mich zunächst im Netz “auszuleben”, auszuprobieren, mich zurecht zu finden, mir mein eigenes Netzwerk der Informationen zu basteln usw. usf. Im Laufe des letzten Jahres wurden meine Ideen zur mindlounge2.0 dann konkreter und mit der beta.mindlounge fange ich das neue Jahrzehnt direkt mit der “always beta” Version an!

Schon wieder eine Plattform, mag der Eine jetzt sagen. Was will der jetzt von mir, ich verstehe kein Wort, die Andere.

Nicht schlimm. Das ist das gute daran: Wir kommunizieren! Das heißt auch, dass jeder eingeladen ist mitzumachen, wenn etwas nicht verstanden wurde – bitte einfach nachfragen. Ich kommuniziere gerne!

Zu diesem Zweck habe ich zum Beispiel dieses “formspring-me | “Ask me anything” in die Seitenleiste eingebaut. Eine nette Idee: Man gibt eine Frage ein – auch anonym möglich! – und ich antworte dann.

beta.mindlounge: Nach vier Wochen meines Pilotprojektes auf einer geschlossenen Netzwerkplattform bin ich zu folgendem Ergebnis gekommen:

  • Eine zusätzliche geschlossene Plattform ist für meine Vision (Version) unnötig
  • Die mindlounge braucht einen Rahmen, der einerseits offen gestaltet ist…
  • andererseits aber auch die Möglichkeit des geschlossenen, “versteckten” Forums bietet (Vertrauen, Klienten)
  • das Angebot soll nicht nur für meine Klienten einen Mehrwert schaffen
  • Es gibt nicht “Die” Lösung
  • ausprobieren und permanent anpassen, scheint sinnvoll
  • ich fange einfach an und lasse entstehen

Gut. Dann wäre alles gesagt. Wenn ich etwas vergessen habe, dann schreibe ich es später – beta eben ;-) Gestern habe ich vom JA zum Leben geschrieben.

JA, dann starte ich mal los. Wer mitmachen möchte ist herzlichst eingeladen!

Nachtrag 01 | 03 | 2011

beta.mindlounge soeben in eine Schleife zu diesem Artikel gelegt (siehe Kommentar).

beta? eben!

 

“make the world a beta place”

Montag, 14. Dezember 2009

“Always Beta – Prinzip Baustelle.”(via)

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Immer aktuell – immer für Veränderungen offen.

Das wünsch ich mir, da bleib ich dran:

Als Mensch und mit der mindlounge!

Nicht nur an der Uni. Universell bei und mit allem… always beta!